Welt 10.10.2026
14:46 Uhr

„Goldene Zeiten für Klingbeil, Merz & Co.“ – rund 1000 Demonstranten ziehen durch Berlin


Zehntausend Teilnehmer waren vom „ProjektM1llion“ angekündigt, knapp 1000 Menschen kamen nach Berlin. Demonstriert wurde für Frieden mit Russland, ein 29-Euro-Ticket und den Rücktritt der aktuellen Bundesregierung.

„Goldene Zeiten für Klingbeil, Merz & Co.“ – rund 1000 Demonstranten ziehen durch Berlin

Rund 1000 Demonstranten haben sich nach Schätzungen der Polizei am Brandenburger Tor in Berlin versammelt, um anschließend durch die Stadt zu ziehen. Angemeldet war der Demonstrationszug unter dem Titel „ProjektM1llion“. (verlinkt auf https://projektm1llion.de/) Am frühen Nachmittag seien dazu rund 1000 Menschen am Pariser Platz vor dem Berliner Wahrzeichen zusammengekommen, sagte ein Polizeisprecher. Zwischenfälle habe es bis dahin nicht gegeben. Am Brandenburger Tor waren zahlreiche Fahnen in den deutschen Nationalfarben zu sehen, aber auch viele hellblaue mit weißer Friedenstaube, dazu Plakate mit Slogans wie „Omas gegen Links“. „Nie wieder auf Russen schießen!“, lautete die Forderung auf einem Transparent, auf dem ein historisches Foto aus dem Berlin des Jahres 1945 zu sehen war. Ein weiteres Transparent zeigte die Nationalfarben Russlands, der Ukraine und Deutschlands direkt nebeneinander und den Schriftzug „Druschba = Freundschaft“. „Goldene Zeiten für Klingbeil, Merz & Co.“, hieß es auf einem Plakat – goldfarbene Benzinkanister illustrierten die Kritik. In einem „Elf-Punkte-Plan“ fordert das „ProjektM1llion“, nach eigenen Angaben eine parteiunabhängige Bürgerbewegung, unter anderem ein bundesweites 29-Euro-Ticket, um Treibstoff einzusparen. Zu den weiteren Forderungen der Veranstalter gehören der Rücktritt der Bundesregierung und Neuwahlen sowie ein Stopp der aktuellen Pläne für eine Gesundheitsreform. Die Demonstration, für die 10.000 Teilnehmer angemeldet waren, sollte anschließend zum Alexanderplatz und zurück führen. Die Berliner Polizei hatte angekündigt, im Laufe des Tages wegen mehrerer größerer Demonstrationen rund 1.400 Polizisten einzusetzen. Für den Nachmittag war unter anderem eine propalästinensische Demonstration mit 3.000 Teilnehmern angemeldet.